Saarländisches Kommunalforum 2026: „Bauen vor Ort“ – Lebenswerte Kommunen gestalten
Saarbrücken, 27. April 2026 – Die Sparkassen-Finanzgruppe Saar hat gemeinsam mit den saarländischen Landkreisen, Städten und Gemeinden das 4. Saarländische Kommunalforum am Campus Eschberg der SAARLAND Versicherungen in Saarbrücken ausgerichtet. Unter dem Leitthema „Bauen vor Ort“ diskutierten rund 80 Fachleute aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Finanzwelt über die Zukunft des Wohnens, die Sanierung von Bestandsgebäuden, sozialen Wohnraum sowie die Bedeutung einer klugen Flächenentwicklung im Saarland.
„Mit dem Kommunalforum bieten wir allen Beteiligten eine Plattform für Austausch, Ideen und konkrete Perspektiven“, betonte Cornelia Hoffmann-Bethscheider, Präsidentin des Sparkassenverbandes Saar, in ihrer Begrüßung. „Heute sprechen wir nicht über Probleme, sondern über Chancen. Wir zeigen, wie gute Projekte umgesetzt, Wohnraum bezahlbar gehalten und Quartiere zukunftsfähig entwickelt werden können. Die Sparkassen-Finanzgruppe Saar begleitet die Kommunen dabei – als verlässlicher Partner, Finanzierer und Unterstützer vor Ort.“
„Kommunen und kommunale Wohnungsbaugesellschaften sind zentrale Akteure, wenn es darum geht, bezahlbaren und sozial ausgewogenen Wohnraum zu schaffen“, stellt Reinhold Jost, saarländischer Minister für Inneres, Bauen und Sport. „Gute Beispiele u.a. aus Merzig, Saarlouis, Homburg und Dudweiler, wo die Saarbrücker gemeinnützige Siedlungsgesellschaft mbH nach 25 Jahren wieder neue Wohnungen baut, zeigen, wie verantwortungsvolle Wohnungspolitik vor Ort gelingt.
Das Land setzt dafür die richtigen Rahmenbedingungen: mit verbesserten Förderprogrammen, neuen gesetzlichen Grundlagen, steigenden Mitteln bis 2029 und vereinfachten Bauvorschriften. Das Ziel ist klar: mehr Sozialwohnungen. Dass unsere Maßnahmen im ganzen Saarland wirken, zeigen mehr als 2.100 Projekte die aktuell in Planung und Umsetzung sind“, so Minister Jost.
„Die saarländischen Landkreise sind überzeugt, dass attraktives und bezahlbares Wohnen für die Lebensqualität im Saarland von zentraler Bedeutung ist", erklärt Landrat Patrik Lauer, Vorsitzender des Landkreistages Saarland.
„Entscheidend ist dabei neben innovativen Konzepten, bestehende Wohngebäude zu attraktiven Lebensräumen zu machen, vorhandene Flächen für Umbauten zu nutzen, aber auch behutsam die Entwicklung neuer Wohngebiete zuzulassen. Vor allem aber muss es ein flexibles und an den Gegebenheiten vor Ort ausgerichtetes Zusammenspiel von Land und Kommunen geben. Die Zukunft des Bauens wird darin liegen, einerseits den demografischen Herausforderungen durch neue Wohnformen Rechnung zu tragen, andererseits bei der Entwicklung neuer Quartiere die klimabedingten Veränderungen von Anfang an mitzudenken", so Lauer.
„Das ‚Bauen vor Ort‘ ist ein zentrales politisches, soziales und wirtschaftliches Thema“, sagt Jörg Aumann, Oberbürgermeister von Neunkirchen und stv. Präsident des saarländischen Städte- und Gemeindetages. „Es geht um Wohnraum, um Lebensqualität, um Klimaschutz, um Standortattraktivität – und letztlich um die Zukunftsfähigkeit unserer Städte und Gemeinden“, so Aumann.
Fachvorträge und Podiumsdiskussion
Im Rahmen des Forums präsentierte Sascha Matheis, Sprecher der Geschäftsleitung der Landesbausparkasse Saar, aktuelle Zahlen und Trends zum saarländischen Immobilienmarkt und zur energetischen Sanierung. Doris Woll, Vorstandsvorsitzende der Saarländischen Investitions- und Kreditbank (SIKB), erläuterte Fördermöglichkeiten für Wohnungsbau und soziale Wohnraumversorgung, bevor Minister Reinhold Jost die Landesperspektive auf sozialen Wohnungsbau und Wohnförderung darstellte.
Den Abschluss bildete die Podiumsdiskussion „Wohnen, Bauen und kommunale Verantwortung“ mit Minister Jost, Sparkassenverbandspräsidentin Hoffmann-Bethscheider, Stefan Klein, Vorsitzender des Vorstandes der Kreissparkasse Saarlouis, Susanne Schwarz, Geschäftsführerin des Saarländischen Städte- und Gemeindetages, und Manfred Komenda, Geschäftsführer der peko GmbH. Dabei wurde deutlich, dass die Kombination aus kluger Planung, Finanzierung und regionaler Zusammenarbeit die Grundlage für lebenswerte Kommunen bildet.
Über die Sparkassen-Finanzgruppe Saar
Die Sparkassen-Finanzgruppe Saar zählt mit rund 4.400 Mitarbeitenden und 250 Auszubildenden zu den größten Arbeitgebern im Saarland. Ihr gehören die sechs regionalen Sparkassen, die SaarLB, die LBS Saar und die SAARLAND Versicherungen an. Sie versteht sich als starker Partner der Kommunen und engagiert sich für die wirtschaftliche Entwicklung und die Lebensqualität in der Region.
