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Sparkassen-Finanzgruppe Saar: Hort der Stabilität und Sicherheit

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„Die aktuelle Finanzkrise hat das Vertrauen von Konsumenten und Investoren erschüttert und wird auch auf die saarländische Realwirtschaft durchschlagen“, sagte Franz Josef  Schumann, Präsident des saarländischen Sparkassenverbandes bei der traditionellen Verbundpressekonferenz der ,,Sparkassenfamilie“ auf dem Saarbrücker Halberg. Die Lage der saarländischen Sparkassen sei stabil. Durch die gute Eigenkapitalausstattung sei sichergestellt, dass die Sparkassen auch zukünftig solide dastehen und ihren öffentlichen Auftrag erfüllen können, so Schumann weiter.

An der Saar würden sich vor allem die Exportperspektiven angesichts der erlahmenden Weltwirtschaft verdüstern. Das hohe Strukturgewicht von Industriebranchen wie Stahl, Metallverarbeitung, Maschinenbau und Fahrzeugbau deuteten auch für das Saarland auf Stagnation hin.

Deshalb müsse in den kommenden Monaten mit einer wirtschaftlichen Stagnation gerechnet werden. ,,Das Saarland kann sich dem Abschwung nicht entziehen“, so Schumann. Wie lange der Konjunkturabschwung andauern werde, sei vom weiteren Verlauf der Finanzkrise abhängig und derzeit nicht zu prognostizieren.

Die staatlichen Stützungsmaßnahmen zur Stabilisierung des Finanzsystems seien absolut richtig gewesen, um die Destabilisierung des internationalen Finanzsystems nach der Lehman Brothers-Pleite zu bremsen. Der Rückgriff auf staatliche Stützungsgelder sei bei den Saar-Sparkassen derzeit kein Thema. ,,Wir würden uns zwar nicht schämen, sie anzunehmen. Aber wir sind doch froh, wenn wir sie nicht brauchen“, so Schumann.

 Hans-Werner Sander, Landesobmann der saarländischen Sparkassen und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Saarbrücken, wies auf das große Vertrauen hin, das die Sparkassen nach wie vor bei den  Kunden genießen. Dieses Vertrauen beruhe vor allem auf dem soliden Geschäftsmodell der regionalen Sparkassen. ,,Im Unterschied zu kapitalmarktorientierten Banken legen wir das Geld unserer Kunden in der Hauptsache in Krediten für den regionalen Mittelstand an“, so Sander. Damit blieben die Risiken überschaubar und die Rückzahlung der Einlagen gewährleistet. Die Einlagen seien zudem bei den Sparkassen durch die ausgezeichneten Sicherungseinrichtungen des Sparkassenverbundes gesichert. „Bei uns hat seit Bestehen der Sicherungssysteme noch nie ein Sparer Geld verloren. Und noch nie ist eine Sparkasse in die Insolvenz gegangen!“, so Sander.

Alle Sparkassen hätten in den letzten Wochen einen erheblichen Zufluss von Kundengeldern festgestellt. Zum Teil hätten Kunden Wertpapiere verkauft und die Erlöse daraus auf Sparkonten bei den Sparkassen deponiert. Zum Teil seien die Gelder aber auch von Konten anderer Banken gekommen, denen die Anleger offensichtlich eine geringere Sicherheit unterstellen als den Sparkassen.

Bei der Kreditvergabe gebe es an der Saar keine Klemme, wie auch die regionalen Unternehmensverbände bestätigten. In den ersten drei Quartalen hätten die Saar-Sparkassen zwei Prozent mehr Kredite an Unternehmen und Selbständige  zugesagt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit werde das außergewöhnlich hohe Niveau der Kreditzusagen aus dem Jahr 2007 sogar noch einmal übertroffen. Nach wie vor sei der Marktanteil der Saar-Sparkassen bei Krediten an Nichtbanken mit 37 Prozent extrem hoch. Beim Handwerk kämen sogar 80 Prozent aller Kredite von den Sparkassen. Die Kredite der Sparkassen hätten sich auch nicht verteuert. ,,Das alles hat mit Kreditklemme nichts zu tun!“, so Sander.

„Das deutsche Drei-Säulen-Modell der Kreditwirtschaft hat sich in dieser Krise einmal mehr bewährt“, so Sander. Es sei vor diesem Hintergrund zu hoffen, dass die Diskussion darüber endlich aufhört, auch in Brüssel.