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Sparkassen-Tourismusbarometer 2020

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Tourismus im Saarland von Corona besonders betroffen. Sparkassenverband Saar und Wirtschaftsministerium des Saarlandes treten in Dialog mit der Branche.

Saarbrücken, 16. Dezember 2020. Seit mehr als 15 Jahren begleitet die Sparkassen-Finanzgruppe Saar den saarländischen Tourismus und das Wirtschaftsministerium des Saarlandes mit dem Sparkassen-Tourismusbarometer. Diese Publikation zeigt Trends auf und bietet Anhaltspunkte, Orientierung sowie konkrete Handlungsempfehlungen. Während die vergangenen Jahre zumeist von guten Nachrichten geprägt waren – zuletzt wurden beispielsweise im Jahr 2019 erstmals mehr als 3,2 Millionen Übernachtungen im Saarland verzeichnet – steht das Jahr 2020 in der Branche vollständig unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. So beziffert die Studie die touristischen Umsatzausfälle im Saarland alleine aus dem ersten Lockdown auf rund 270 Mio. Euro. Eine Umfrage des DEHOGA-Bundesverbandes ergab unlängst, dass mehr als 71,3 Prozent der gastgewerblichen Betriebe ihre aktuelle Existenz gefährdet sähen.

„Die Tourismusindustrie ist von der Corona-Pandemie überdurchschnittlich stark betroffen“, stellt Dr. Christian Molitor, Geschäftsführer des Sparkassenverbandes Saar, fest. Sparkassen sorgten in dieser Phase als Teil der Lösung dafür, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie bisher größtenteils abgefedert werden konnten. „Überall dort, wo Menschen, Unternehmen oder Selbstständige unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten gerieten, wurde geholfen. Die Sparkassen haben im Bereich der Firmenkunden mehr als 4.000 Kredite mit einem Stundungsbetrag von rund 63 Mio. Euro ausgesetzt. Nun muss die Politik dafür Sorge tragen, dass die Branchenhilfen und vor allem die zugesagten Novemberhilfen schnellst­möglich ausgezahlt werden, um der saarländischen Tourismusbranche schnell und effizient zu helfen“, ergänzt Herr Dr. Molitor.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger ordnet ein: „Bei der touristischen Entwicklung des Saarlandes hatten wir wirklich einen tollen Lauf. Jedes Jahr konnten wir einen neuen Rekordwert an Übernachtungen, Umsätzen, Arbeitsplätzen und Investitionen verzeichnen. Der Tourismus ist zu einem verlässlichen Wachstumsmotor für Beschäftigung und Wohlstand im Saarland geworden. Corona trifft die Branche natürlich mit aller Härte. Aber wir lassen uns nicht entmutigen, denn diesen Kampf kämpfen wir nicht alleine. In ganz Deutschland, auf der ganzen Welt, müssen wir der Tourismusbranche wieder auf die Beine helfen. Im Saarland machen wir das, indem wir Geld in die Hand nehmen und die Hotellerie und das Gastgewerbe unterstützen, wo wir nur können. Neben allen Corona-Soforthilfen und Über­brückungs­­hilfen, haben wir jetzt auch ein Sonderkonjunktur­programm für die Branche aufgelegt. Wir ermutigen die Betriebe, jetzt nicht tatenlos zuzusehen, sondern in ihre Infrastruktur, in ihre digitale Ausstattung zu investieren und zu modernisieren. Damit das Saarland Reiseland und Genuss­land bleiben kann – auch nach Corona. Unser Vorteil ist, dass Corona die Nachfrage nach Aktiv- und Natururlauben verstärkt hat. Das sind unsere Wachstumssegmente im Saartourismus. Wir besinnen uns auf unsere Stärken, um aus der Krise Zukunft zu machen.“

Das Sparkassen-Tourismusbarometer finden Sie als Download-Dokument hier.

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