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Saarland-Tourismus entwickelt sich weiter positiv.

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Digitalisierung bietet Chancen für Gastgewerbe und Freizeitwirtschaft

Zum nunmehr 15. Mal erscheint das Sparkassen-Tourismusbarometer, welches heute gemeinsam vom Sparkassenverband Saar und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr sowie den Tourismusexperten der dwif-Consulting GmbH präsentiert wird.

Cornelia Hoffmann-Bethscheider, Präsidentin des Sparkassenverbands Saar, blickt auf ein positives Jahr 2017 zurück. So wuchsen die Übernachtungszahlen im Saarland erneut um 68.771 Übernachtungen. Das entspricht einem Zuwachs von 2,3 Prozent. „Das sind gute Daten, die sogar noch besser werden, wenn man sich den Fünfjahresvergleich ansieht: In diesem führt das Saarland nach wie vor das Dynamikranking an und liegt im Betrachtungszeitraum bei einem Plus von 35,3 Prozent noch vor Stadtstaaten wie Hamburg und Berlin.“, ordnet Frau Hoffmann-Bethscheider ein.

Im saarländischen Gastgewerbe macht sich der positive Trend insbesondere bei der Erfolgskennzahl Umsatzrendite bemerkbar. Diese steigt seit 2006 fast kontinuierlich an. Politische Impulse, wie die Senkung der Mehrwertsteuer für Übernachtungsdienstleistungen, unterstützen diese Entwicklung nachhaltig. Der verregnete Sommer 2017 hemmte das Wachstum im Freizeitbereich: Zum zweiten Mal in Folge beendeten die saarländischen Freizeiteinrichtungen das Jahr mit einer schwarzen Null. Mit einem minimalen Plus von 0,1 Prozent lagen die Besucherzahlen auf dem Niveau des Vorjahres. Als besondere Herausforderung für die Freizeitwirtschaft macht Cornelia Hoffmann-Bethscheider die immer kürzer werdenden Investitionszyklen aus: „Mehr als die Hälfte aller Einrichtungen geben an, dass alle ein bis zwei Jahre Investitionen zur Erweiterung des eigenen Angebotes von Nöten seien. Dies ist auch durchaus sinnvoll, wenn man den Anschluss an andere touristische Regionen nicht verlieren will. Weiterhin wollen rund 25% der Freizeiteinrichtungen alle ein bis zwei Jahre Geld für Modernisierungen in die Hand nehmen. Bedenkt man dann noch, dass noch Kosten für Marketing und zielgruppengerechte Werbemaßnahmen anfallen und die oben genannten Investitionszyklen recht kurz sind, wird deutlich, vor welchen finanziellen Anstrengungen die Einrichtungen stehen.“

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger stellt fest, dass von der positiven Entwicklung der Tourismusbranche im Saarland nicht nur das Gastgewerbe, sondern auch die Bevölkerung profitiere. „Die Tourismuswirtschaft ist inzwischen zu einem leistungsstarken Beschäftigungsmotor für unsere Region geworden. Das bringt auch neue Finanzierungsquellen für unsere Städte und Gemeinden. Damit das so bleibt, setzen wir auf Qualität und Nachhaltigkeit, mit dem Ziel, noch mehr Wertschöpfung im Land zu erreichen. Dabei spielt auch die Digitalisierung eine entscheidende Rolle. Sie ist für die gastgewerblichen Betriebe, die Freizeiteinrichtungen und Tourist-Informationen Herausforderung und Chance zugleich. Ihnen gibt das Tourismusbarometer in diesem Jahr wertvolle branchenspezifische Handlungsempfehlungen, anhand derer die Betriebe sich zielgerichtet positionieren können. Zudem werden hilfreiche Fördermöglichkeiten seitens des Wirtschaftsministeriums für die touristischen Betriebe im Bereich der Digitalisierung vermittelt“, fasst die Ministerin die Ergebnisse des Sparkassen-Tourismusbarometers zusammen.

Auch für das laufende Jahr 2018 stellt der Tourismusexperte Karsten Heinsohn einen positiven Trend fest: „Der Tourismus im Saarland befindet sich weiter auf Wachstumskurs: Die Zahl der Übernachtungen steigt Jahr für Jahr an. In den Monaten Januar bis September konnten bereits 2,8 Prozent mehr Gäste als im Vorjahreszeitraum begrüßt werden. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr kann das Saarland knapp 3,2 Mio. Übernachtungen erreichen. Vor fünf Jahren waren es noch 2,57 Mio. Auch die Freizeitwirtschaft begrüßt zwischen Januar und Februar 2018 mit einem Plus von 5,2 % wieder mehr Besucher.“

„Zu den größten Herausforderungen für die touristischen Betriebe zählt die Digitalisierung. Gleichzeitig sehen rund 90% der befragten touristischen Betriebe mehr Vor- als Nachteile. Allerdings scheitert die Umsetzung häufig an den personellen und finanziellen Ressourcen oder am fehlenden Know-how. Das Sparkassen-Tourismusbarometer Saarland sorgt durch einen Praxisleitfaden für Orientierung im Dschungel digitaler Services und technischer Möglichkeiten. Im Mittelpunkt stehen Ansatzpunkte für Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, die Freizeitwirtschaft und Tourist-Informationen. Die Kernfrage lautet doch, wie digital kann bzw. muss ein touristischer Betrieb morgen sein, um einerseits überhaupt im Wettbewerb wahrgenommen zu werden und ein perfektes Gästeerlebnis zu bieten und andererseits die internen Prozesse und Betriebsabläufe zu optimieren“, so Lars Bengsch von der dwif-Consulting GmbH.

 Den Vollständigen Bericht sowie die Digitalisierungssteckbriefe 2018 finden Sie hier.