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Nachhaltigkeit und Rendite schließen sich nicht aus

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Trotz Kursschwankungen: „Aktien langfristig unentbehrlich“

„Die politische Weltlage erscheint unübersichtlich: Handelskriege und die schon fast zur Gewohnheit gewordene Nullzins-Phase belasten Sparer und Wirtschaft. Auch das Thema Klimaerwärmung dürfte vielen Menschen durch den nicht endenden Hitze-Sommer wieder ins Gedächtnis gerufen worden sein. Gleichwohl stellen die Sparkassen und die Deka bei Sparern und Anlegern immer öfter fest, dass das Thema „Nachhaltigkeit“ in den Anlageentschei­dungen eine zunehmend wichtige Rolle spielt.

„Als Vorreiter unter den systemrelevanten Banken in Europa hat die DekaBank bereits 2014 einen Nachhaltigkeitsfilter für Neuinvestitionen ihrer Einlagen implementiert.“, erklärt Cornelia Hoffmann-Bethscheider, Präsidentin des Sparkassenverbandes Saar. Gemeinsam mit der Nachhaltigkeits-Ratingagentur imug würden beispielsweise Verstöße gegen internationale Umweltkonventionen, die Produktion kontroverser Waffen und der Verstoß gegen Kinderarbeitsgesetze kontrolliert. „So stehen den Sparern eine Reihe von Fonds zur Verfügung, die strikte Ausschlusskriterien bei den Themenfeldern Umwelt, Menschen- und Arbeitsrechte sowie Korruption einschließen.“, ergänzt Hoffmann-Bethscheider.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkassen beraten ihre Kundschaft vor Ort gerne zu solchen Produkten. Denn Aktien und Fonds gewinnen in der anhaltenden Nullzinsphase immer mehr an Bedeutung. Nicht zuletzt wegen der fehlenden Verzinsung betreibt heute knapp ein Viertel der Deutschen keine Altersvorsorge mehr. Besonders hoch ist der Anteil der Nichtvorsorger mit 36 Prozent bei unter 30-jährigen. Das überrascht wenig; immerhin ist hier die Rede von einer Generation, die in einer quasi zinslosen Zeit mit dem Sparen begonnen hat. Um so wichtiger sei es, betont Hoffmann-Bethscheider, dass man in Deutschland eine Aktienkultur etabliere. Dazu bedürfe es aber auch der Rückendeckung der Politik, wie es beispielsweise erfolgreich im Bereich der Betriebsrenten der Fall war.

Die niedrigen oder sogar negativen Zinsen belasten auch zunehmend die gesetzlichen Rentenkassen. „Private und eigenverantwortliche Vorsorge tut Not.“, so die Präsidentin des Sparkassenverbandes Saar. In der aktuellen Niedrigzinsphase, in der Spareinlagen wenn überhaupt äußerst gering verzinst werden, können Anlagen an den Kapitalmärkten langfristig lohnend erscheinen. So zeigt Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, auf, dass trotz der gestiegenen Schwankungsintensität der Aktienkurse Wertpapiere für den langfristigen Vermögensaufbau unentbehrlich seien. Kater verweist zudem darauf, dass die niedrigen Zinssätze der Europäischen Zentralbank (EZB) noch mindestens bis zum Jahr 2020 in Europa erhalten blieben. „Reale Ertragsmöglichkeiten gibt es aktuell lediglich an den Kapitalmärkten“, so der Deka-Chefvolkswirt. Das US-amerikanische Vorbild steigender Zinsen würden die Europäischen Währungshüter, wenn überhaupt, nur sehr mühsam und mit großer Zeitverzögerung erreichen. “Auf absehbare Zeit werden die Sparbuchzinsen für hiesige Anleger noch unter der Inflationsrate liegen.“, zeigt Kater auf.

Für Verunsicherung sorgt vor allem US-Präsident Donald Trump. Die protektionistische Haltung und damit die Einführung von Schutzzöllen im Stahlsektor und weiteren Wirtschaftszweigen diene anderen als ökonomischen Zielen. „Die USA wollen weltpolitische Ziele gegenüber China und der Europäischen Union über die Handelspolitik erreichen, daher werden die Drohungen und Maßnahmen aus Washington nicht so schnell abnehmen.“, führt Kater aus.

Synchrones weltweites Wirtschaftswachstum hält 2018 an

Erfreulich sei immerhin, dass die Unternehmen nach wie vor gut da stehen: „Wir befinden uns aktuell mitten in der Berichtssaison der Unternehmen und stellen fest, dass die Ertragssituation besser ist als die politische Stimmung.“, beruhigt Kater. Auch die in Europa geführten Streitigkeiten, würden seiner Meinung nach an der robusten unternehmerischen Ertragslage kurzfristig nichts ändern. „Der weltweite synchrone Aufschwung wird sich noch eine Weile fortsetzen.“, zeigt sich Kater zuversichtlich. So rechnet die Deka, das Wertpapierhaus der Sparkassen, für das Jahr 2018 mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von knapp 4 Prozent und auch das Jahr 2019 wird die Wirtschaft noch einmal um gut 3 Prozent zulegen.

Sparkassenberater bieten passende Lösungsansätze

Für die saarländische Verbandspräsidentin Hoffmann-Bethscheider ergeben sich Lösungswege, um im Alter der Armut zu entgehen. „Regelmäßiges Sparen kann gar nicht früh genug beginnen.“, so ihr Rat. Dabei sei die Sparform gar nicht die primäre Frage, sondern vielmehr der Wille, regelmäßig Geld für den Lebensabend zurückzulegen. Welche Sparform für wen geeignet ist, können die Kundinnen und Kunden bei ihren Sparkassen-Beraterinnen und Beratern ausfindig machen. Bei der Wahl für einen breit gestreuten Investmentfonds zeigt sich, dass das Kursrisiko bei einem Anlagezeitraum ab 13 Jahren sinkt. Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat sich laut Berechnungen des Deutschen Aktieninstituts stets positiv entwickelt. Gerade für junge Sparer ein gutes Signal. „Dabei finden sich auch für geringe Summen, wie beispielsweise 25 Euro monatlich, wertpapierbasierte Anlageformen. Hier sind Sparkassen- und Bankberater aufgerufen, ausführlich und individuell zu beraten. Aber ich sehe auch die Politik in der Pflicht, weitere Anreize für renditestarke Sparformen zu setzen und diese nicht gegenüber anderen Sparformen zu benachteiligen. Aufgabe der Finanzwirtschaft ist es, bei den Menschen ein Problembewusstsein zu schaffen und mittels einer intensiven Beratung einen individuellen Sparplan aufzustellen, passend für jedes Nettoeinkommen. Ergänzt werden muss dies durch nachhaltiges Handeln der Politik. Nur so können wir die drohende Altersarmut abmildern.“, so Hoffmann-Bethscheider abschließend.

Die DekaBank

Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen, gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften bildet sie die Deka-Gruppe. Mit Total Assets in Höhe von rund 283 Mrd. Euro (per 31. Dezember 2017) sowie über vier Millionen betreuten Depots ist sie einer der größten Wertpapierdienstleister und Immobilien-Asset Manager in Deutschland. Sie eröffnet privaten und institutionellen Anlegern Zugang zu einer breiten Palette an Anlageprodukten und Dienstleistungen. Die DekaBank ist fest verankert in der Sparkassen-Finanzgruppe und richtet ihr Angebotsportfolio ganz nach den Anforderungen ihrer Eigentümer und Vertriebspartner im Wertpapiergeschäft aus. 2018 feiert die DekaBank Deutsche Girozentrale ihr 100-jähriges Jubiläum. 

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