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Sparkassen-Tourismusbarometer: Branche auf gutem Kurs

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Der Saar-Tourismus entwickelt sich weiter positiv. Zu diesem Ergebnis kommt das Sparkassen-Tourismusbarometer Saarland 2017, das in der Saarland-Therme vor mehr als 300 Gästen aus Tourismusbranche, Politik und Kommunen präsentiert wurde. Demnach zeigen sich die Besucherzahlen in den Kultur- und Freizeiteinrichtungen im Saarland stabil (plus 0,1 Prozent gegenüber 2016). Hoch im Kurs stehen dabei nicht nur Stadtführungen und thematische Führungen, sondern auch der Besuch von Naturerlebniszentren und Museen. Positiv hat sich auch die Gästezufriedenheit entwickelt: Laut dem Bewertungsportal TrustScore lag sie 2016 erstmals bei über 80 von maximal 100 Indexpunkten. Damit steigerte sich das Saarland im Fünfjahresvergleich von Rang 14 auf Rang 11 im Bundesländerranking. Besonders erfreulich: Auch der Binnentourismus schneidet gut ab. Knapp 90 Prozent der Saarländerinnen und Saarländer sind mit dem Freizeitangebot im eigenen Bundesland sehr oder eher zufrieden.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „Wir nehmen die Interessen und Vorlieben unserer Gäste in den Blick, sind aber auch im engen Kontakt mit der Branche und versuchen, den Anliegen und Anregungen der Touristiker entgegenzukommen. Das Tourismusbarometer zeigt, wo wir nachsteuern müssen, beispielsweise bei der betriebswirtschaftlichen Situation im Gastgewerbe: Die Kostenbelastung in der Branche konnte in den letzten Jahren auch mit Mindestlohn weitgehend stabil gehalten werden. Gleichzeitig stieg in der Gastronomie aber die Eigenkapitalquote leicht an. Eine Schippe drauflegen müssen wir bei der Gewinnmarge der saarländischen Betriebe.“ Sie liegt bei lediglich 5,5 Prozent des Umsatzes (Deutschland: 9,1 Prozent).

Einen Schwerpunkt setzt das Barometer in diesem Jahr beim Thema Tourismusbewusstsein. Auch hier besteht Nachholbedarf. Es ist in der vergleichsweise jungen Tourismuslandschaft des Saarlandes noch relativ schwach ausgeprägt, „dürfe aber nicht unterschätzt werden“, so die Ministerin weiter.

Sparkassenverbandspräsidentin Cornelia Hoffmann-Bethscheider ergänzt: „Kommunikation ist ein wichtiger Schlüssel, um das Tourismusbewusstsein im Saarland zu steigern. Wir müssen viel mehr informieren und uns miteinander austauschen. Ein  Vorteil dabei sind die kurzen Wege im Saarland. Sie erlauben uns einen unbürokratischen, schnellen Austausch. Mit der Unterstützung des Tourismusbarometers leistet die Sparkassen-Finanzgruppe hierzu einen wichtigen Beitrag.“

Der Tourismus im Saarland verzeichnete schon 2016 mit mehr als drei Millionen einen Rekord bei den Gästeübernachtungen. Auch in den ersten neun Monaten dieses Jahres wuchs die Zahl der Übernachtungen laut Statistischem Amt erneut um 1,8 Prozent. Trotzdem wird der saarländische Tourismus bisher kaum als Schlüsselbranche der Wirtschafts- und Regionalentwicklung wahrgenommen. Zwar kennen die meisten Akteure die positiven Effekte des Tourismus für eine höhere Freizeit- und Lebensqualität durchaus. Gerade die ökonomische Bedeutung der Branche wird aber sehr differenziert wahrgenommen. Laut Tourismusbarometer messen nur 34 Prozent der saarländischen Bevölkerung dem Tourismus eine große wirtschaftliche Bedeutung bei. Die touristischen Leistungsträger sehen das anders: Rund 70 Prozent halten den Tourismus für einen wichtigen Wirtschaftsfaktor. Dabei wird das Saarland trotzdem oftmals noch eher als Freizeitregion und weniger als klassische Tourismusregion wahrgenommen.

Positiv zu bewerten ist der Anstieg von Investitionen im Saar-Tourismus. Im Mittel der letzten fünf Jahre lag die Investitionsquote im saarländischen Gastgewerbe laut der EBIL-Kennzahlen der Sparkassen bei 2,3 Prozent und damit 0,6 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Viel investiert wurde in der Vergangenheit auch am Veranstaltungsort des Tourismustags, der Saarland-Therme. Mit finanzieller Unterstützung des Wirtschaftsministeriums ist es gelungen, neben dem Wohnmobilstellplatz ein Glamping-Resort und einen Erlebnispark Bliesgau anzusiedeln, der im Frühjahr 2018 eröffnen wird. Zudem wurde ein Vorvertrag mit einer Interessentengesellschaft zur Ansiedlung eines Hotels geschlossen.

Andreas Schauer, Geschäftsführer der Saarland-Therme: „Das Einzugsgebiet mit über 1 Mio. Einwohnern, die fantastische, unberührte Natur, die  Landeshauptstadt in kurzer Fahrdistanz sind ideale Standortfaktoren für die Saarland-Therme. Das Konzept des Tagesurlaubs-Resorts zieht Gäste aus Nah und Fern an. Über 70 Prozent von ihnen kommen aus anderen Bundesländern bzw. aus dem benachbarten Ausland. Die Besucherzahlen haben binnen kurzer Zeit alle Erwartungen übertroffen.“

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