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Beiderseits an Erfahrung gewonnen

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Sozialprojekt „Zeitspende“: KSK-Azubis schulten behinderte Mitarbeiter der AWO im Umgang mit Geld und Konto

Bankgeschäfte können wirkliche Herausforderungen sein, vor allem für Menschen mit Behinderungen. Auszubildende der Kreissparkasse Saarlouis (KSK) hatten die Idee, behinderte Mitarbeiter der AWO-Werkstätten zu einer Schulung einzuladen, um ihnen den alltäglichen Umgang mit Geld und Girokonto etwas zu erleichtern. Auch für die Azubis selbst war die Begegnung lehrreich: „Für sie war es eine gute Gelegenheit, sich im allgemeinverständlichen Kundengespräch zu üben und ihre Sozialkompetenz zu
schärfen“, sagt Organisatorin Chantal Alt.

In lockeren Tischgruppen konnten die angehenden Profis viele Fragen beantworten. Zum Beispiel: Wozu brauche ich die IBAN? Wie funktioniert das kontaktlose Zahlen mit meiner neuen Girokarte? Ist das auch sicher? Auf jeden Teilnehmer abgestimmt, hatten die Azubis Nina Schöser, Patrick Eloy und Jonas Rau Lösungen und Tipps parat. Zukünftig werden für die Gäste selbständiges Überweisungen schreiben und Kontoauszüge lesen um einiges leichter sein.

Natürlich war auch der Umgang mit Bargeld ein Thema. Wie Falschgeld erkennen? Die Sicherheitsmerkmale an den Geldscheinen wurden unter die Lupe genommen. Staunen, als die Azubis gefälschte Scheine und Münzen auspackten. Die „Blüten“ kommen sonst nur als Anschauungsmaterial bei internen Schulungen zum Einsatz. Unter den Gästen Naturtalente: „Unsere Uschi könnte als Geldscheinprüferin bei euch anfangen“, lacht Waltraud Zimmer, Leiterin des Fachdienstes Selbstbestimmtes Leben und Wohnen der Arbeiterwohlfahrt in Dillingen. Zum Abschied bekam jeder noch ein Info-Paket mit nach Hause.